Dolomiten/Italien
Wandern in den Pragser- und Sextner Dolomiten

Datum: 22. bis 30. Juni 2019 (9 Tage)

Alles auf einen Blick

Schwerpunkt: Kulturelle Wanderwoche in den Provinzen Südtirol und Belluno
Wanderungen:


 
In den Pragser- und Sextner Dolomiten,
7 Tage
A Standardtouren
B Ausweichtouren bei ungünstigem Wetter
Schwierigkeit: T2/T3 (wenige abgesicherte Stellen)
Übernachtung: Hotel Dolomiten, Welsberg (Pustertal)
Besichtigungen: Welsberg, Innichen, Sexten, evtl. Bruneck
Tiefster Punkt: Welsberg, 1087 m
Höchste Punkte:
 
A Dürrenstein (2839 m), Seekofel (2810 m)
B Dürrenstein (2839 m), Helm (2434 m)
Preis:

 
4 – 8 Teiln. CHF 1880
9 –
12 Teiln. CHF 1580
13 –
15 Teiln. CHF 1480
Inklusive: Übernachtungen, Halbpension, alle Seilbahnen, Bahn- und Busfahrten im Pustertal.
Extra: Hin- und Rückreise nach Franzensfeste, Getränke.
Allg. Bedingungen: siehe mein Jahresprogramm/www.banzhaf.org
Einzelzimmer: beschränkt verfügbar, EZ-Zuschlag CHF 150.-
Datum: Samstag, 22. bis Sonntag, 30. Juni 2019
Dauer: 9 Tage (inkl. Hin- und Rückreise)
Organisation und Leitung: Bernhard Rudolf Banzhaf, Saas-Fee
 
Legende:
 
ME – Mittagessen, NE – Nachtessen,
RMZ – Reine Marschzeit.


Die Dolomiten! Einmalige (hier zweimalige…) ostalpine Landschaft. Rosengarten vom Wuhnleger.

Allgemeine Informationen

Die Dolomiten! Nirgendwo auf der Welt findet sich eine Landschaft wie diese. Ganze Ketten aus mächtigen, bleichen Zähnen streben aus sanften Hügeln und Wiesen und Wäldern. Sie zählen zu Recht zum UNESCO-Weltnaturerbe. Die Dolomiten stellen ein steiniges Gebirge ohne Gletscher dar. Sie verdanken ihre Existent dem urweltlichen Thetys-Ozean, an dessen nordwestlichen Rand sich gewaltige Atolle und Korallenriffe bildeten. Die Dolomiten befinden sich heute zwischen den Provinzen Südtirol und Belluno. Natürlich eigenen sie sich für grossartige Wandertouren und Gipfelbesteigungen in moderater Höhe. Das Wanderwegnetz ist sehr ausgedehnt, gepflegt und gut ausgeschildert. Gemütliche Hütten, die zum Verweilen einladen, liegen an den Routen. Als Karten eignen sich die 1:25‘000 Ausgaben von Tabacco: Karten Nr. 031 „Pragser Dolomiten/Enneberg" und Nr. 010 „Sextner Dolomiten".

Nach einer Klettersteigwoche in den Sextner Dolomiten (2007) habe ich 2013 und 2014 je eine Wanderwoche am westlichen Rand der Dolomiten (Schlern, Rosengarten) durchgeführt. 2016 war ich schon in den Pragser- und Sextner Dolomiten, 2018 besuchte ich mit einer Gruppe die Puez- und Geisler-Gruppe. Jetzt möchte ich in die Pragser- und Sextner Dolomiten zurückkehren. Der Juni eignet sich dafür gut, ist doch die Hauptsaison noch nicht angebrochen, aber die Hütten und Hotels schon offen. Zudem bietet dieser Monat eine prachtvolle Flora. Die Dolomiten sind mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar.


Drei Zinnen, das Wahrzeichen der Sextner Dolomiten. (Quelle hikr.org)

Ich biete täglich eine Standardtour A an. Bei schlechtem Wetter oder schlechten Verhältnissen kommt die Variante B zum Zug. Die einzelnen Etappen sind mässig anstrengend und bei guter Vorbereitung ohne Probleme zu bewältigen. Es handelt sich um eine Ausdauerleistung auf alpinen Pfaden. Mit technischen Schwierigkeiten ist nicht zu rechnen. Ein paar wenige kurze Strecken sind mit Kabeln und Stiften abgesichert. Kleine Umstellungen in der Reihenfolge der Wandertage auf Grund des Wetters sind möglich. Zweck der Reise soll die Vermittlung von Wissen über die Dolomiten bilden. Eine reiche Palette kulturhistorischer und naturwissenschaftlicher Themen warten dort auf uns.

Als Unterkunft benutzen wir das Hotel Dolomiten in Welsberg (www.bikehotel.com). Dieser von der Familie Sonnerer geführte Betrieb befindet sich in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs. Es handelt sich um ein sehr gemütliches Hotel, das speziell für Wandergruppen gerüstet ist. Inbegriffen im Hotelaufenthalt ist auch die Benützung der Saunaanlage, mit Tiroler Schwitzstube, Biosauna, Kräuterdampfbad, Infrarotkabine und Kneippbecken.

In der folgenden Beschreibung finden die historischen Orts- und Flurnamen Verwendung.

Reiseprogramm: Dolomiten 2019

Samstag, 22. Juni 2019 Welsberg
Wir besammeln uns in Zürich und fahren mit dem Zug über Innsbruck, Brenner, Franzensfeste und danach mit der Pustertalbahn nach Welsberg. Bezug der Zimmer im Hotel Dolomiten. Rundgang im Dorf und Nachtessen.

Sonntag, 23. Juni 2019 Römerweg
A+B
Die heutige Akklimatisationstour führt uns auf den Eggerberg, einen bewaldeten Höhenzug, der das Pustertal vom Gsieser Tal trennt und schöne Ausblicke in die Dolomiten bietet. Von Welsberg (1087 m) wandern wir zur Aussichtswarte (1480 m), danach auf dem Kamm des Eggerbergs (Römerweg) über Hellwiesen, Kirchberg (1715 m) und Sattel (1709 m) nach Ratsberg (1590 m) zur Einkehr. Abstieg nach Toblach (1241 m), Rundgang im Dorf. Mit der Bahn fahren wir zurück nach Welsberg. NE.

+700 m, -600 m, 14 km, RMZ 4 ½ Std.

Montag, 24. Juni 2019 A Sarlkofel; B Allwartstein
Wir fahren mit der Bahn von Welsberg nach Niederdorf. Von Niederdorf (1153 m, Bahnhof) wandern wir in S-Richtung in das kleine Seitental des Putzgrabens zur Putzalm.


Am Sarlkofel: Latschenkorridor (Quelle: hikr.com)


A Von der Putzalm (1743 m) steigen wir im Wald in E-Richtung hinauf zum Suisriedl. Kurz vor diesem Pass zweigen wir rechts ab und steigen über einen alpinen Steig und Schrofen zum Sarlsattel (2229 m). Auf der S-Seite steigen wir etwas ausgesetzt weiter hinauf bis zum Sarlkofel (2378 m). Abstieg zurück zum Sarlsattel. Dort wenden wir uns nach S, gehen E der Messnerköpfe vorbei zum Sarlriedl (2099 m). Weiter durch den Sarlwald hinunter bis Bad Altprags (1376 m). +1400 m, -1100 m, 13 km, RMZ 6 ½ Std.

B Von der Putzalm (1743 m) steigen wir zum Buchsenriedl (1803 m, Pass). Von dort überschreiten wir den Allwartstein (1954 m). Es geht hinunter zu einem Sattel (1857 m) und im Wald direkt nach Bad Altprags (1376 m).

+900 m, -600 m, 7 km, RMZ 4 Std.

Dienstag, 25. Juni 2019 A Seekofel; B Kühwiesenkopf
Wir fahren von Welsberg zum Pragser Wildsee, einem touristischen Hotspot...

A Vom Pragser Wildsee (1489 m) gehen wir in SE-Richtung auf dem Dolomiten-Höhenweg hinauf und zweigen auf einem alpinen Steig ab ins Ofental und gehen entlang der Ofenmauer zur Ofenscharte (2388 m). Ein teilweise versicherter Bergsteig führt auf den Gipfel des Seekofels (2810 m). Dominierender Gipfel, grossartige Rundsicht. Abstieg: zurück zur Ofenscharte, dann Querung zur Seitenbachscharte (2331 m). Von dort geht es geht es durch das Sennestal und das Grünwaldtal hinunter zum Pragser Wildsee. Lange, anstrengende Tour. +1500 m, -1500 m, 16 km, RMZ 7 ½ Std.


Vom Seekofel (2810 m) nach ESE. Der Weg zur Ofenscharte entlang der Ofenmauer (rechts) ist gut zu sehen. (Quelle: hikr.com)

B Vom Pragser Wildsee (1489 m) steigen wir zur Kühwiesen (1950 m). Auf einem angenehm ansteigenden Höhenweg erreichen wir den Kühwiesenkopf (2140 m). Überschreitung des Gipfels zu einem Sattel (1965 m) und Abstieg durch Wald nach Innerprags (1397 m). +700 m, -800 m, 6 km, RMZ 3 ½ Std.

Mittwoch, 26. Juni 2019 A+B Dolomiten Höhenweg
Wir fahren ins Fischleintal, wo wir unsere Touren beginnen.

A Von der Talschlusshütte (1548 m) steigen wir auf dem Dolomiten-Höhenweg hinauf zur Zsigmondyhütte (2224 m). Es geht weiter über das Oberbachernjoch (2519 m) zum Büllelejoch (2522 m). Nun folgt ein Höhenweg in einem steinigen Kar hinüber zum Toblinger Ridel (2405 m) und damit zur Drei Zinnen-Hütte. Von dort geht es angesichts der Drei Zinnen über den Rienzboden zur Forcola del Col de Mezo (2324 m) und hinunter zum Rif. Auronzo (2320 m), wo wir mit Bus und Zug via Toblach zurückfahren.

+1100 m, -400 m, 12 km, RMZ 6 Std.


Von der Grossen Zinne (2999 m) zum Toblinger Knoten und Drei Zinnen-Hütte. (Bild: Christine Seebacher)


B
Von der Talschlusshütte (1548 m) steigen wir durch das Altensteintal bis zum Toblinger Ridel (2405 m) und damit zur Drei Zinnen-Hütte. Von dort mit Gruppe A zum Rif. Auronzo (2320 m).

+900 m, -100 m, 9 km, RMZ 4 Std. 7


Im Innerfeldtal mit Morgenkopf. (Quelle: hikr.com)

Donnerstag, 27. Juni 2019 A Paternsattel; B Haunoldhütte
Ausgangspunkt der heutigen Wanderungen bildet das Innerfeldtal. Wir lassen uns zum Antoniusstein fahren.

A Vom Parkplatz Antoniusstein (1509 m) geht es im Talgrund zur Dreischusterhütte (1626 m). Es geht weiter bis Innerfeld. Dort verfolgen wir den Talgrund dem Ixenbach entlang bis zu einer Wegverzweigung. Wir steigen im Innichbacher Graben hinauf und steuern das Gwengälpenjoch an. Wir überschreiten den Toblinger Knoten (2617 m) und steigen zum Toblinger Ridel ab, dahinter befindet sich die Drei Zinnen-Hütte (2405 m). Von dort folgen wir einem Höhenweg zum Paternsattel (2454 m), zwischen Drei Zinnen und Paternkofel gelegen. Dahinter gelangen wir in SW-Richtung zum Rif. Auronzo (2320 m), wo wir mit dem Bus und Zug via Toblach nach Welsberg fahren.

+1200 m, -400 m, 12 km, RMZ 6 ½ Std.

B Vom Parkplatz Antoniusstein (1509 m) gehen wir in N-Richtung durch den Gwengwald (ca. 1830 m) zur Innicher Alm (1703 m). Auf dem Alpweg geht es hinunter zur Haunoldhütte (1499 m) zur Einkehr. Fahrt mit Seilbahn hinunter nach Innichen und mit der Bahn nach Welsberg zurück.

+400 m, -500 m, 6 km, RMZ 2 Std. 8


Sillianer Hütte (2447 m) auf dem Karnischen Kamm. (Quelle: sentres.com)

Freitag, 28. Juni 2019 A+B Karnische Alpen
Wir fahren mit der Bahn nach Obervierschach. Von dort führt eine Seilbahn auf den Helm, dem westlichsten Punkt der Karnischen Alpen. Wir unternehmen gemeinsam eine sehr lohnende Wanderung auf diesem eindrücklichen, langen Kamm. Kartitsch liegt übrigens in Osttirol (Österreich).

A Von der Bergstation Helm (2041 m) steigen wir zunächst auf zum Helm (2434 m). Von dort folgen wir dem Karnischen Höhenweg meist auf dem Kamm und kommen an folgenden Gipfeln und Punkten vorbei: Fullhorn (2445 m), Sillianer Hütte (2447 m), Hochgruben (2537 m), Hornischegg (2550 m), Hollbrucker Spitze (2581 m), Demut (2592 m), Schöntalhöhe (2634 m), Eisenreich (2665 m) und Frugnoni (2563 m). Danach steigen wir zum Obstanser Sattel (ca. 2480 m) und zum Obstanser See (2304 m). Einkehr in dortiger Hütte. Danach Abstieg durch das Winkler Tal nach Kartitsch (1353 m). Mit Bus nach Sillian und mit der Bahn zurück nach Welsberg.

+700 m, -1400 m, 17 km, RMZ 7 Std.

B Wie oben zur Sillianer Hütte (2447 m) zur Einkehr. Rückkehr auf dem Karnischen Höhenweg zur Bergstation Helm. Fahrt mit Seilbahn nach Sexten/St. Veit. Rundgang durch das Dorf. Mit Bus nach Innichen und mit der Bahn nach Welsberg zurück. Oder mit einer anderen Seilbahn in Richtung Sexten und von dort mit Bus via Innichen und mit der Bahn nach Welsberg.

+500 m, -500 m, 7 km, RMZ 3 Std. 9


Dürrenstein. (Quelle: sentres.com)

Samstag, 29. Juni 2019 Dürrenstein
A
Wir fahren bis Plätzwiesensattel (1991 m). Wir steigen von dort hinauf zum Dürrenstein (2839 m), einem respektablen Dolomitengipfel. Zurück zur Plätzwiese und auf reizvollem Weg durch ein Tal hinunter nach Schluderbach (Strasse Cortina – Toblach). Rückfahrt nach Welsberg.

+1200 m, -1700 m, 16 km, RMZ 7 Std.

B Wir wandern wir von Plätzwiesensattel (1991 m) zur Dürrensteinhütte, danach durch ein einsames Tal hinab zur Strasse, die Cortina mit Toblach verbindet. Mit Bus und Bahn nach Welsberg.

+900 m, -900 m, 9 km, RMZ 4 ½ Std

Sonntag, 30. Juni 2019 Heimreise
Heute fahren wir nach dem Frühstück mit dem Zug zurück via Franzensfeste, Brenner, Innsbruck nach Zürich. Individuelle Heimreise. 10


Ihr Veranstalter in Kletterkluft auf dem Gipfel der Grossen Zinne (2999 m). (Bild Christine Seebacher)

Bernhard Rudolf Banzhaf
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3906 Saas-Fee VS
Web www.banzhaf.org     E-Post: banzhaf@bluewin.ch

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