Puez-und Geisler Dolomiten/Italien
Wandern zwischen Villnösser- und Grödental

Datum: 1. bis 9. September 2018 (9 Tage)

Alles auf einen Blick

Schwerpunkt: Kulturelle Wanderwoche in Südtirol
Wanderungen: 7 Tage
Schwierigkeit:  T2/T3 (abgesicherte Stellen von T4)
Übernachtung: Hotels, Hütten
Besichtigungen: Villnöss, St. Ulrich
Tiefster Punkt: Teis, 941 m
Höchster Punkt: Piz de Puez, 2846 m
Preis (Indikation):

 
4 – 8 Teiln. CHF 1980
9 – 12 Teiln. CHF 1580
13 – 15 Teiln. CHF 1480
Inklusive: Übernachtungen, Halbpension, alle Seilbahnen, Bahn- und Busfahrten.
Extra: Hin- und Rückreise nach Brixen, Getränke.
Allg. Bedingungen: siehe mein Jahresprogramm.
Einzelzimmer: beschränkt verfügbar, EZ-Zuschlag CHF 150.-
Datum: 2018
Dauer: 9 Tage (inkl. Hin- und Rückreise)
Organisation und Leitung: Bernhard Rudolf Banzhaf, Saas-Fee
 
Für: SAC Lägern
Tourenleiter:
 
Bernhard Rudolf Banzhaf, Saas-Fee
Klaus Mooser, Wettingen
Legende:
 
ME – Mittagessen, NE – Nachtessen,
RMZ – Reine Marschzeit. 2


Le Odle/Geisler: die Kapelle St. Johann in Ranui vor Sas dal'Ega, Furcheta, Sas Rigais, Forc. de Mesdi/Mittagsscharte, Gran Odla, Gran Fermeda, Pitla Fermeda (Bild: BRB).

Allgemeine Informationen

Die Dolomiten! Nirgendwo auf der Welt findet sich eine Landschaft wie diese. Ganze Ketten aus mächtigen, bleichen Zähnen streben aus sanften Hügeln und Wiesen und Wäldern. Seit sie zählen zu Recht zum UNESCO-Weltnaturerbe. Die Dolomiten stellen ein steiniges Gebirge ohne Gletscher dar. Sie verdanken ihre Existent dem urweltlichen Thetys-Ozean, an dessen nordwestlichen Rand sich gewaltige Atolle und Korallenriffe bildeten. Die Dolomiten befinden sich heute zwischen den Provinzen Südtirol und Belluno. Natürlich eigenen sie sich für grossartige Wandertouren und Gipfelbesteigungen in moderater Höhe. Das Wanderwegnetz ist sehr ausgedehnt, gepflegt und gut ausgeschildert. Gemütliche Hütten, die zum Verweilen einladen, liegen an den Routen. Als Karten eignen sich die 1:25‘000 Ausgaben von Tabacco: Karten Nr. 030 „Brixen/Villnössertal" und Nr. 05 „Gröden/Seiseralm".

Nach einer Klettersteigwoche in den Sextner Dolomiten (2007) habe ich 2013 und 2014 je eine Wanderwoche am westlichen Rand der Dolomiten (Schlern, Rosengarten) durchgeführt. Im 2016 folgte dann ein Besuch der Sextner- und Pragser Dolomiten. Jetzt möchte ich die Puez- und Geisler Dolomiten vorstellen. Diese Dolomitengruppen sind mit dem öffentlichen Verkehr gut zu erreichen. 3

Wir starten in Villnöss/Val di Funes, wo wir nach zwei Eingehtouren einen ersten Gipfel besteigen. Danach brechen wir auf zu einer Durchquerung der Geisler- und Puez-Dolomiten. Diese zweie Phase findet von Hütte zu Hütte statt. Dort sind die Etappen eher kurz, viel Gepäck muss man nicht mittragen, da wir uns auf den Hütten verpflegen lassen.

Die zwei strengsten Etappen enthalten Gipfel (Tullen und Piz de Puez). Hier teilen wie die Gruppe auf in A und B, die B-Gruppe kann die Gipfel auslassen und so die Tour verkürzen.

Die einzelnen Etappen sind mässig anstrengend und bei guter Vorbereitung ohne Probleme zu bewältigen. Es handelt sich um eine Ausdauerleistung auf alpinen Pfaden. Mit besonderen technischen Schwierigkeiten ist nicht zu rechnen. Ein paar wenige kurze Strecken sind mit Kabeln und Stiften abgesichert. Kleine Umstellungen in der Reihenfolge der Wandertage auf Grund des Wetters sind möglich. Zweck der Reise soll die Vermittlung von Wissen über die Dolomiten bilden. Eine reiche Palette kulturhistorischer und naturwissenschaftlicher Themen warten dort auf uns.

In der folgenden Beschreibung finden die historischen Orts- und Flurnamen in ladinischer und deutscher Sprache Verwendung.


St. Magdalena mit der Geisler-Gruppe (Bild: BRB)

Reiseprogramm:
Puez-und Geisler Dolomiten 2018

Samstag, 1. September 2018 St. Peter/Villnöss
Wir besammeln uns in Zürich und fahren mit dem Zug über Innsbruck, Brenner, Brixen und mit dem Bus nach St. Peter/Villnöss (1143 m). Bezug der Zimmer im Hotel. Rundgang im Dorf und Nachtessen.

Sonntag, 2. September 2018 Teis
Die heutige Akklimatisationstour führt uns auf den Hügelkamm, der Villnöss vom Aferer-Tal trennt. Von dort geniessen wir die ersten Blicke auf die Geisler Dolomiten, die uns diese Woche faszinieren werden. Wir steigen von St. Peter (1143 m) über Rungätsch zur Wolfsgrube (1535 m). Von dort über den bewaldeten Kamm zur Ottohöhe (1460 m) und weiter zur Haube (1258 m). Abstieg nach Teis (941 m). Besuch des Mineralienmuseums. Danach gehen wir auf einem Höhenweg über Miglanz und St. Valentin zurück nach St. Peter (1143 m).
NE im Hotel.


+500 m, -500 m, 13 km, RMZ 4 Std.

Montag, 3. September 2018 Geisler-Alm
Ein weiterer Angewöhnungstag. Wir fahren mit dem Bus nach Ranui und besichtigen die berühmte St. Johann-Kirche. Danach geht es zunächst dem Brogleser-Bach entlang hinauf. Wir steigen bis zur malerischen Geisler-Alm (1996 m), die am Fuss der wuchtigen Odle-Geisler-Gruppe liegt. Abstieg über Glatschalm (1902 m) hinunter nach Zans (1680 m). Von dort mit Bus zurück nach St. Peter. Hotel. NE. +700 m, -500 m, 11 km, RMZ 4 Std.


Auf dem Höhenweg oberhalb St. Magdalena: Aferer Geisler mit Tullen, Le Odle/Geisler, Resciesa/Raschötz (Bild: BRB)

Dienstag, 4. September 2018 Tullen (2653 m)
AAA) Heute besuchen wir einen prächtigen Aussichtsgipfel. Mit dem Bus erreichen wir Zans (1680 m). Anstieg über den Oberen Herrensteig und Messner-Steig zur Kofelalm. Vom Kamm führt ein Bergweg über Schrofen (eine abgesicherte Stelle) zum Tullen (2653 m). Prächtige Rundsicht in die Geisler-Gruppe. Abstieg über Kalbergarten (2168 m) und Kofelwiese nach St. Magdalena (1291 m). Weiter zur Strasse und mit Bus zurück nach St. Peter. Hotel. NE +1000 m, -1500 m, 12 km, RMZ 5 ½ Std.

BBB) Es besteht die Alternative, den Gipfel auszulassen, und auf dem Oberen Herrensteig direkt nach St. Magdalena abzusteigen

+600 m, -800 m, 9 km, RMZ 3 ½ Std. 5


Bei der Regensburger-Hütte, die Geisler von der Grödner-Seite, (Bild: BRB)

Mittwoch, 5. September 2018 Franz-Schlüterhütte
Wir brechen auf zu einem Ausflug „von Hütte zu Hütte" in die Geisler- und Puez-Dolomiten selbst. Reisegepäck können wir im Hotel in Villnöss zurücklassen, da wir am Schluss dorthin zurückkehren. Mit einem Bus fahren wir bis Russis Brücke (1735 m). Wir wandern auf dem attraktiven Günther-Messner-Steig nördlich des Tullen über die Rodelwiesen bis zur Peitlerscharte (2357 m). Dort erreichen wir den Dolomiten-Höhenweg. Auf diesem geht es weiter über das Kreuzkofeljoch (2340 m) bis zur Franz-Schlüterhütte (2297 m), wo wir übernachten.

+800 m, -200 m, 10 km, RMZ 5 Std.

Donnerstag, 6. September 2018 Puez-Hütte
Es geht weiter in die Puez-Gruppe. Auf dem Dolomiten-Höhenweg wandern wir zunächst zum Kreuzjoch (2290 m). Der Geisler-Gruppe entlang erreichen wir die Puez-Gruppe. Über die Furcla dla Roa (2617 m) geht es auf die Alp Munt de Puez und zur Puez-Hütte (2475 m), wo wir übernachten.

+400 m, -300 m, 9 km, RMZ 4 Std. 6


Die Geisler vom Brogles-Tal, Abstieg von der Mittagsscharte (Bild: BRB)

Freitag, 7. September 2018 Regensburger-Hütte
AAA) Von der Puez-Hütte (2475 m) steigen wir auf einem Bergpfad zu einem lohnenden Gipfel: Piz de Puez (2846 m). Abstieg zur Hütte zurück, danach weiter auf dem Dolomiten-Höhenweg zur Furcla Forces de Siëles (2505 m). Diesen Pass erreichen wir über eine Hochebene und einen kurzen, abgesicherten Steig. Abstieg über das Val dla Roa zur Regensburger-Hütte/Ncisles (2037 m)

+700 m, -900 m, 10 km, RMZ 5 Std.

BBB) Heute gibt es eine kürzere Alternative. Der Gipfel kann ausgelassen werden. Auf dem Dolomiten Höhenweg wie AAA direkt zur Regensburger-Hütte/Ncisles.

+300 m, -500 m, 8 km, RMZ 3 Std.

Samstag, 8. September 2018 St. Peter/Villnöss
Wir beenden unseren Ausflug und steigen zurück ins Villösser-Tal. Anstieg zur Mittagsscharte (2597 m). Es folgt ein steiler Abstieg über ein Kar bis Weissbrunn (1880 m). Dort erreichen wir die Waldzone. Durch das Brogleser-Tal gelangen wir nach Ranui (1370 m) zurück. Mit Bus zurück ins Hotel in St. Peter. NE.

+800 m, -1200 m, 9 km, RMZ 5 Std 7

Sonntag, 9. September 2018 Heimreise
Heute fahren wir nach dem Frühstück mit dem Bus nach Brixen und mit der Bahn via Brenner, Innsbruck nach Zürich. Individuelle Heimreise.


St. Peter/Vilnöss (Bild: BRB)

Bernhard Rudolf Banzhaf Reisen und Reportagen

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