Dinarisches Gebirge/Montenegro
Dalmatische Küste, Hochland und Skutarisee

Datum: 18. bis 30. Juni 2018 (13 Tage)

Alles auf einen Blick

Schwerpunkt:
 
Trekking und Kultur in Montenegro, in Dalmatien, im Dinarischen Gebirge und am Skutarisee, dem grössten Binnengewässer des Balkans; Begegnungen und Beobachtungen in der UNESCO-Welterbe Stadt Kotor
Wanderungen:
 
an der dalmatischen Küste und im Hochland
ca. 4 bis 6 Stunden pro Tag 
Max. Schwierigkeit: T3
Besichtigungen:  in Cetinje, Kotor, Perast und Virpazar
Übernachtung: Hotels und gemütliche Berghütten
Flugreise: Zürich – Podgorica und zurück
Einzelzimmer: mit Zuschlag beschränkt verfügbar
Datum: Mo, 18. bis Sa, 30. Juni 2018
Reiseleitung: Bernhard Rudolf Banzhaf, Saas-Fee
Lokale Führung: Vlatko Bulatović, Kotor



Bucht von Kotor, links Perast und die zwei Inseln.

Allgemeine Informationen
Montenegro, 90 Jahre lang Teil Jugoslawiens, ist seit 2006 wieder unabhängig. Es trägt als einziger dieser relativ neuen Balkanstaaten einen italienischen Namen. Die Einheimischen nennen es auch Crna Gora, was das gleiche bedeutet: Schwarzer Berg (in Österreich-Ungarn wurde das Gebiet „Schwarzenberg" genannt). Dieser Name führt gemeinhin zur Annahme, es handle sich um einen dunklen, düsteren, dramatischen, von Schluchten durchzogenen, wilden Landstrich. Eigenartigerweise besteht das Dinarische Gebirge aber aus beinahe weissem Kalk, die lichterfüllten Küstenstriche Dalmatiens kontrastieren mit den überraschenden, besonnten Weiten des Hochlandes und den spektakulären Gebirgsstöcken, die es überragen. Was jedoch stimmt: es gibt zwei markante Schluchten, Canyons genannt, und die Landschaft ist einsam und wirklich wild. Mehrere Regionen sind zu Nationalparks erklärt worden, und diese machen einen sehr gepflegten Eindruck. Mischwald aus Buchen und Fichten und eine Macchia überziehen die Berge, und man sieht eher selten jemand, ausser Schafhirten mit ihren wunderschönen Tieren und Herdenhunden, Шарпланинaц (Šarplaninac) genannt. Damit sei auch schon angetönt, dass in Montenegro sowohl das lateinische wie auch das kyrillische Alphabet in Gebrauch sind. Die Montenegriner sind ausserordentlich freundliche, gastfreie Menschen, die meisten von ihnen sprechen Englisch, Deutsch oder Italienisch. Dieser Kleinstaat ist mit 13‘000 km2 relativ übersichtlich. Das Land ist eigentlich viel zu klein, um alle geschilderten Gegensätze zu vereinen. Mit der Schweiz pflegt es gute Beziehungen. Ausdruck dieser Verbundenheit sind die von Montenegro Airlines betriebenen Direktflüge von Zürich (Cirih auf Montenegrinisch) nach Podgorica (ehem. Titograd). Und dann diese herrlichen Altstädte von Perast und Kotor! Dort taucht man ein in die gediegene Betriebsamkeit eines Volkes, in dem auch heute noch der Handel, die Fischerei und die Seefahrt eine wichtige Stütze der Wirtschaft darstellt. Im Herbst 2013 habe ich Montenegro zum ersten Mal besucht. Zusammen mit meinem lokalen Partner Vlatko Bulatović konnte ich dieses sehr sympathische, gastfreundliche Land bereisen. Der folgende Vorschlag ist das Resultat dieser gemeinsamen Begehung. Eine identische Reise habe ich bereits 2015 mit einer Gruppe durchgeführt. Besonders beeindruckend ist in der gewählten Reisezeit die ungemein vielfältige Bergflora.

Kurzbeschreibung der Reise
Wir fliegen von Zürich nach Podgorica und statten zunächst dem Nationalpark Lovćen einen Besuch ab. Dort unternehmen wir die ersten Wanderungen. Danach tauchen wir ab an die dalmatische Küste, quartieren uns in Perast ein und besuchen Kotor, diese einmalige, mittelalterliche Kleinstadt am Ende der berühmten Bucht von Kotor. Danach verschieben wir uns ins Hochland des Dinarischen Gebirges. Zunächst besuchen wir Komovi, eine Ansammlung 3

mächtiger Bergrücken, die von drei Kalkkliffen dominiert werden, den Dolomiten nicht unähnliche Bergzähne, von denen wir einen besteigen werden. Es folgt ein Abstecher in den ältesten Urwald Europas (Bielašica) und zum lauschigen Biogradska jezero (See). Ein kurzer Transfer bringt uns in den Norden, ins Durmitor-Massiv. Dort quartieren wir uns in der Nähe von Žabljak in einer netten Berghütte ein und unternehmen ein paar spektakuläre Wanderungen im höchsten Gebirgsstock Montenegros. Schliesslich fahren wir via Nikšić nach Virpazar am geheimnisvollen Skutarisee (Skadarsko jezero), dem grössten Binnengewässer des Balkans. Dieser liegt an der Grenze zwischen Montenegro und Albanien. Mit einem Ausflug auf diesem subtropischen anmutenden See und einem guten letzten Nachtessen an seinen Gestaden verabschieden wir uns von Montenegro. Am letzten Tag fahren wir ca. 30 Minuten zum Flughafen von Podgorica und fliegen nach Zürich zurück.


Kotor, an der dalmatischen Küste, UNESCO-Welterbe.

Reiseprogramm: Dinarisches Gebirge/Montenegro

Montag, 18. Juni 2018 Hinflug
Vormittags Besammlung in Zürich-Flughafen, gegen Mittag Flug mit Linienmaschine Montenegro Air nach Podgorica. Begrüssung durch Vlatko Bulatović, unseren lokaler Reiseleiter. Transfer mit Bus nach Cetinje. Besuch des Ortes. Danach weiter nach Ivanova Korita (1000 m) in ein Hotel inmitten des Lovćen-Nationalparks. Begrüssungsapéro und Nachtessen dort.

Dienstag, 19. Juni 2018 Lovćen Nationalpark
Heute wandern wir auf der Hochebene von Lovćen. Wir statten dem Njegošev Mauzoleij auf dem Jezerski Vrh (1657 m) einen Besuch ab, das an den grossen Dichter und Fürsten Montenegros erinnert. Auf einer eindrücklichen Rundwanderung kehren wir zum Hotel zurück.

+500 m, -500 m, 4 bis 5 Std.


Perast an der Bucht von Kotor.

Mittwoch, 20. Juni 2018 Kotor und Perast
Sehr attraktiver Tag! Wir fahren bis zum Krstac Pass, hoch über der Bucht von Kotor. Spektakuläre Wanderung durch die Karstfelsen direkt hinunter in die Altstadt von Kotor (UNESCO-Welterbe), mit Halt unterwegs bei einem Aussichtspunkt und bei den Befestigungsanlagen über der Stadt. Lunch in Kotor. Kurze Stadtführung. Anschliessend fahren wir nach Perast (30 m), wo wir ein attraktives, historisches Hotel am Meer beziehen. Nachtessen dort. +60 m, -1000 m, 3 Std. 5


Die Inseln Sv. Ðorde und Gospa vor Perast. Vorbild für Böcklin’s Toteninsel?

Donnerstag, 21. Juni 2018 Perast
Heute unternehmen wir eine sehr abwechslungsreiche, längere Wanderung. Mit einem Boot fahren wir zu den zwei kleinen Inseln vor Perast (Sv. Đorde und Gospa od Škrpjela) und besuchen die dortige Kirche. Mit dem Boot queren wir die Bucht von Kotor und landen in Donji Stoliv (20 m). Von dort wandern wir hinauf zum verlassenen Dorf von Stoliv (249 m). Weiter zum Aussichtspunkt Gornji Stoliv und zum Vlaka Pass. Über den Bergkamm von Vrmac steigen wir an einer mächtigen österreichisch-ungarischen Festung vorbei ab nach Kotor und geniessen dort nochmals einen Rundgang und kühle Getränke in der Altstadt. Zurück im Bus ins Hotel nach Perast. Ca. 15km; +750m, -750m ; 6 bis 7 Std.


Frei nach Karl May: In den Schluchten des Balkan...

Freitag, 22. Juni 2018 Komovi
Wir verlassen nun die Dalmatinische Küste und fahren über Podgorica in den eindrücklichen Canyon Morača. Dort besuchen wir ein berühmtes Kloster (Manastir Morača). Schliesslich gelangen wir über Kolašin (spätes aber rustikales Mittagessen gegen 14 h) in die Komovi-Berge. Dort übernachten wir in einer originellen, wunderschön auf einem Talbalkon gelegenen Lodge: Katun Štavna (1706 m).


Pferde auf nebliger Weide bei Katun Štavna.

Samstag, 23. Juni 2018 Komovi
Heute besteigen wir den Vasejovički (2363 m). Wir gehen bis an den Fuss dieses steilen Berges und erreichen auf einem Bergweg (max. T3) den höchsten Punkt auf. Herrliche Weitsicht über das Hochland Montenegros. Abstieg über Kobilj Do Katun bis Katun Štavna. Nachtessen dort. 11km; +800 m, -800 m, 6 Std. 7


Der Reiseleiter mit Šarplaninac auf Katun Vranjak.

Sonntag, 24. Juni 2018 Katun Vranjak
Wir unternehmen eine längere Wanderung mit moderaten Höhenunterschieden über die Bergkämme von Komovi und Tresnjevik. Über den Aussichtsgipfel Lisa (1878 m) gelangen wir nach Katun Vranjak (1720 m), wunderschöne Bleibe. 20km; +650 m, - 600 m, 6 bis 7 Std.


Albanische Lilie auf den Hochweiden um Katun Vranjak.

Montag, 25. Juni 2018 Bielašica
Heute besuchen wir die Hügelkämme von Bielašica. Wir steigen auf zu den Troglava-Gipfeln, zum Zekova Glava und zum Crna glava (2139 m). Wir beschliessen diesen prächtigen Rundweg in Katun Vranjak (1720 m). 15km; +800 m, - 800 m, 6 bis 7 Std.


Im Durmitor-Gebirge. Blick vom Gipfel des Prutaš (2393 m) hinüber zum Bobotov Kuk (2522 m), dem höchsten Gipfel Montenegros.

Dienstag, 26. Juni 2018 Durmitor
Wir geniessen zunächst noch das Leben auf der Alp Vranjak und verabschieden uns von den Gastgebern. Wir wandern auf einem breiten Kamm (Ogorela Glava, 1988 m) mit grossartiger Weitsicht nach Katun Goleš, wo wir in einer sympatischen Berghütte das Mittagessen einnehmen. Kurzer Aufstieg zu einem Pass (1720 m) und steiler Abstieg im Urwald hinunter zum Biogradska jezero (See). Dort wartet unser Bus. Wir fahren ca. 2 Std. und bewundern die Brücke über den Canyon von Djurdjevica Tara (170 m hoch). Weiter nach Virak im Durmitor-Massiv. Schöne Berghütte dort. 12km; +400 m –1100 m, 5 Std.

Mittwoch, 27. Juni 2018 Durmitor
Zunächst machen wir uns mit diesem Bergstock vertraut und wandern zum Crno jezero (See) und weiter zu einer Eishöhle. Rückkehr über Katun Lokvice nach Virak. 13km; +800 m, -800 m, 6 Std. 9


Christine und Vlatko betrachten die Fotos des Tages in der gemütlichen Hütte in Virak. Die Hüttenwartin läuft gerade in mein Bild.

Donnerstag, 28. Juni 2018 Durmitor
Ein weiterer Höhepunkt. Nach einer kurzen Fahrt besteigen wir den Prutaš (2393 m) je nach Wetter auf einer von zwei möglichen Routen. Reizende Überschreitung auf einem Kammweg zu einem Pass und Abstieg zur Strasse, von wo unser Bus uns nach Virak zurückfährt. 11.5km, +1100 m, -1100 m, 6 bis 8 Std. (je nach Route).


Ausklang in Virpazar am Skutarisee

Freitag, 29. Juni 2018 Virpazar
Wir fahren zurück an die Küste. Zunächst folgen wir dem Piva Canyon und besuchen das Kloster Piva. Danach fahren wir nach Nikšić (Mittagessen an einem klaren Bach). Wir gelangen schliesslich nach Virpazar am Skutarisee. Dort beziehen wir ein Hotel. Fahrt mit Schiff zum Fischessen in einem gediegenen Restaurant am Ufer dieses prächtigen Sees. Rückkehr im Bus nach Virpazar. Hotel.

Samstag, 30. Juni 2018 Heimreise
Wir fahren in ca. 30 Minuten zum Flughafen von Podgorica, Check-In und Heimflug nach Zürich. Individuelle Heimreise.


Montenegro: hohe Berge, tiefe Canyons

Fazit
Montenegro ist ein sehr attraktives Land mit hohen Bergen und tiefen Canyons, gut organisiert und nicht gross, was die Wege zu den Zielorten verkürzt. Die Wanderungen sind sehr lohnend, die Wege gut (Wanderwege und Bergwege). Die Unterkünfte sind alle ausserordentlich sympathisch, das Essen währschaft und köstlich. Ich freue mich jetzt schon auf diese attraktive Tour!

Bernhard Rudolf Banzhaf Reisen und Reportagen

Bernhard Rudolf Banzhaf
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